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Die psychischen Krankheiten
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Die psychischen Krankheiten
Depressionen
 

Eine Depression im medizinischen Sinne ist eine behandlungsbedürftige, häufig sehr schwere psychiatrische Erkrankung. Ein einheitliches Erscheinungsbild gibt es nicht. Das macht Ärzten die Diagnose und Angehörigen die Hilfe schwer, zumal Depressionen fast immer mit körperlichen Beschwerden einhergehen wie Schlaf- und Essstörungen, Kreislaufproblemen, Kopf- und Magenschmerzen.

Eine Depression beginnt fast immer schleichend, selten über Nacht oder binnen weniger Tage. Genetische, psychosoziale und neurobiologische Faktoren sind in der Regel die Ursachen der Erkrankung.

Man unterscheidet zwischen endogenen (scheinbar grundlosen), psychogenen (reaktiven) und manisch-depressiven (bipolaren) Depressionen.

Das grösste Problem bei der Erkennung einer Depression ist ihr vielschichtiges und manchmal sogar täuschendes Beschwerdebild. Typisch sind starke Tagesschwankungen mit einem Morgentief und abendlicher Besserung. Im Gegensatz zu Trauer und Verstimmung, die jeder kennt, sind solche Gefühle bei depressiv Erkrankten ein Dauerzustand, aus dem er ohne ärztliche Hilfe nicht herausfindet. Das Leben hat keine Farbe mehr, nichts erregt Interesse oder macht Freude. Schuldgefühle und Angstzustände bis hin zur Panik, innere Leere, Gedanken an den Tod und Selbstmordphantasien gehören fast immer zum Krankheitsbild.

16/04/01 0:02