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Eine
Depression im medizinischen Sinne ist eine behandlungsbedürftige,
häufig sehr schwere psychiatrische Erkrankung. Ein einheitliches
Erscheinungsbild gibt es nicht. Das macht Ärzten die Diagnose
und Angehörigen die Hilfe schwer, zumal Depressionen fast immer
mit körperlichen Beschwerden einhergehen wie Schlaf- und Essstörungen,
Kreislaufproblemen, Kopf- und Magenschmerzen.
Eine
Depression beginnt fast immer schleichend, selten über Nacht
oder binnen weniger Tage. Genetische, psychosoziale und neurobiologische
Faktoren sind in der Regel die Ursachen der Erkrankung.
Man
unterscheidet zwischen endogenen (scheinbar grundlosen), psychogenen
(reaktiven) und manisch-depressiven (bipolaren) Depressionen.
Das
grösste Problem bei der Erkennung einer Depression ist ihr
vielschichtiges und manchmal sogar täuschendes Beschwerdebild.
Typisch sind starke Tagesschwankungen mit einem Morgentief und abendlicher
Besserung. Im Gegensatz zu Trauer und Verstimmung, die jeder kennt,
sind solche Gefühle bei depressiv Erkrankten ein Dauerzustand,
aus dem er ohne ärztliche Hilfe nicht herausfindet. Das Leben
hat keine Farbe mehr, nichts erregt Interesse oder macht Freude.
Schuldgefühle und Angstzustände bis hin zur Panik, innere
Leere, Gedanken an den Tod und Selbstmordphantasien gehören
fast immer zum Krankheitsbild.
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