|
Diese
Art von Erkrankung tritt etwas häufiger bei Frauen auf als
bei Männern. Man glaubt, dass sie dadurch entsteht, dass das
psychische und neurobiologische System eines Menschen auf eine anhaltende
Notfallsituation schliesst, die es zu kontrollieren gilt.
Behandlungsbedürftige
Zwangsstörungen erkennt man an sich wiederholenden Ritualen,
die viele Stunden andauern können. Die Betroffenen sind sich
dabei der Sinnlosigkeit ihres Verhaltens bewusst.
Die
meisten Zwangshandlungen sind ausgeprägtes Kontrollieren, Waschen,
Zählen, Ordnen, Sammeln. Sie werden als eigene Gedanken anerkannt
und nicht etwa als von anderen Personen oder äusseren Einflüssen
vorgegeben angesehen. Sie wiederholen sich ständig und werden
als unangenehm und sinnlos anerkannt. Der Betroffene versucht, Widerstand
gegen die Zwangssymtome zu leisten, hat damit aber keinen Erfolg.
Angehörige sollten auf die Symtome der Zwangserkrankungen weder
mit Übersehen noch mit Ärger reagieren, sondern unbedingt
auf Behandlung durch erfahrene Therapeuten drängen.
|